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Gottesdienst & Festakt 50 Jahre Franz-Stock-Komitee

Seit 50 Jahren setzen sich im Franz-Stock-Komitee viele Menschen dafür ein, das friedens- und versöhnungsstiftende Wirken des Abbé Franz Stock bekannt zu machen. Für ein Europa in Frieden und Freiheit ist es nach wie vor von hoher Bedeutung. Mit Dankbarkeit schauen wir auf die vergangenen Jahre mit zahlreichen Initiativen und Veranstaltungen zurück. Runde Geburtstage sind aber auch Anlass nach vorne zu schauen, den Augenblick zu genießen, zu feiern und andere an dieser Freude teilhaben zu lassen. Dies hat das Franz-Stock-Komitee (FSK) vom 19. bis zum 21. September 2014 getan.

Höhepunkt der Feierlichkeiten war am Samstagabend der Festgottesdienst in der Kirche, in der Franz Stock getauft und seine Primiz gefeiert hat, seiner Heimatkirche, und der anschließende Festakt mit Begegnung im Kaiserhaus in Neheim.

In seiner Predigt, die unter dem Thema „Franz Stock als Vorbild und Wegbegleiter" stand wies Weihbischof Matthias König (Paderborn) vor dem Hintergrund der Biographie von Franz Stock darauf hin, das gerade auch in unserer Zeit sein Beispiel zeige, dass man Vorurteile überwinden müsse und könne, indem man den anderen kennenlernt und sich mit seiner vermeintlichen Fremdheit auseinandersetzt. Das FSK habe in seiner 50 jährigen Geschichte mit Erfolg versucht, gerade „junge Menschen an die Idee von Franz Stock heranzuführen und sie aufnahmefähig und –bereit für sein Vorbild zu machen". Damit hielte es sein Wirken lebendig und führte es immer neu in die jeweilige Zeit und deren Herausforderungen hinein. Er schloss mit der Bitte, „Gott möge Ihnen Ihren Einsatz lohnen, damit Sie uns Franz Stock als Vorbild und Begleiter lebendig erhalten. Er möge Ihre Arbeit auch weiterhin segnen – und bald damit krönen, dass wir diesen Mann Gottes als Seligen verehren dürfen."

Bürgermeister Hans-Josef Vogel (Arnsberg) hob in seinem Grußwort das übermenschlich Gute, das Wahre, Schöne und Heil(ig)-Machende hervor, das Franz Stock getan habe. Dieses Gute habe aber auch sich mitgeteilt und so tief in die Deutsch-Französische Versöhnung eingeprägt. Bürgermeister Vogel zitierte auch aus dem Schreiben des Apostolischen Nuntius aus Berlin an das FSK: „Das Programm (von Franz Stock) war und ist der Frieden. ... Wie viele Menschen warten heute darauf, dass ihnen heute die Botschaft des Friedens gebracht wird. ... Christen haben den Auftrag zur Versöhnung. Hierzu wurde das Franz-Stock-Komitee gegründet, das 50 Jahre segensreich wirkte. ... Die Gabe des Friedens wird für die Christen zur Aufgabe, den Frieden zu suchen und zu schaffen in Deutschland, in Europa und in der ganzen Welt." Bürgermeister Vogel dankte dem FSK dafür, dass es dem Guten, seiner Schönheit und Wahrheit diene. „Der Gute (Franz Stock) und sein Gutes (hat) seine Stadt und unsere Stadt zu einer Franz-Stock-Stadt gemacht.". Das verpflichte auch die Stadt, in seinem Sinne zu wirken.

Jean Peynichou, Vorsitzender der „Amis de Franz Stock" in Frankreich, betonte in seinem Grußwort, dass die Erinnerung an Franz Stock ein Entstehen und Wachsen von Gefühlen der Dankbarkeit und Begeisterung bewirken möge, die Botschaft von Franz Stock von der „universellen Brüderlichkeit" weiterhin zu verbreiten, bekannt zu machen und bekannt zu halten. Er schlug deshalb vor, die neugewählten europäischen Behörden zu bitten, „ein Gebäude oder einen Ort in Brüssel oder Strassburg mit dem Namen Abbé Franz Stock zu benenn, (und) dem Stacheldrahtseminar in Le Coudray das Label „Europäische Erinnerungsstätte" zu verleihen,..."

In seinem Festvortrag führte dann Prof. Dr. Rüdiger Althaus (Paderborn) umfassend vor Augen, was Franz Stock zum „Seelsorger und Erzengel in der Hölle" gemacht habe. Er forderte dazu auf, durch das Beispiel von Franz Stock zu lernen, Respekt vor dem anderen zu haben, ihn zu achten und wertzuschätzen. So könne auch „im Sinne eines Kulturtransfers dem jeweils anderen gegenüber die eigene Identität, Tradition," der eigene geistige und wirtschaftliche Reichtum eröffnet und Teilhabe daran ermöglicht werden. Frieden, so Prof. Althaus könne nur entstehen, wenn wir dem Anderen gerecht werden, ihm mit Verständnis und Hochachtung begegnen. Dazu sei es aber nötig, das Menschenbild zu vermitteln, das Franz Stock geprägt habe, seine christliche Grundüberzeugung. „Es geht also nicht um eine abstrakte Friedenserziehung, sondern um ein letztlich religiös – christlich – begründetes Handeln, das der Schöpfungsordnung entspricht".

Unter den 200 Gästen waren u.a. auch Gereon Fritz (Präsident der VDFG), Klaus Kaiser (MdL), Dr. Michael Schult (Stellv. Landrat des Hochsauerlandkreises) und Prof. Dr. Patrick Sensburg (MdB). Einen musikalischer Rahmen erhielt der Abend durch Dorothee Appelhans (Violine) und Magdalena Appelhans (Viola).

Bevor die Festveranstaltung zum eigentlichen Schwerpunkt kam, der Begegnung, den Gesprächen wurden die Preisträger eines Wettbewerbs für die Schüler und Schülerinnen des Franz-Stock-Gymnasiums Arnsberg ausgezeichnet. Um die Schüler und Schülerinnen des Franz-Stock-Gymnasiums auf künstlerischem Wege einen altersgerechten Zugang zu Franz Stock und der mit ihm verbundenen Ideen finden zu lassen, hatte das FSK mit finanzieller Unterstützung der Sparkasse Arnsberg-Sundern und der Bürgerstiftung Arnsberg einen Wettbewerb ausgeschrieben. Mit sehr großem Engagement und unter Anleitung von Lehrern/innen aus den Fachschaften Kunst, Musik, Religion erarbeiteten über 200 Schüler/innen Einzel- oder Gruppenarbeiten in verschiedenen Gestaltungsformen wie Bilder, Drucke, Plastiken, Collagen oder Videos sowie Tanz, Hörspiel- und Musikinterpretationen. Sogar in selbst verfassten und illustrierten Kinderbüchern, zum Teil zweisprachig, wurde das Leben und Wirken von Franz Stock umgesetzt. Die Ausstellung der Werke ist bis zum 20. Oktober in der Hauptstelle der Sparkasse Arnsberg-Sundern in Neheim geöffnet

Beendet wurden die Feierlichkeiten am Sonntagabend mit einem Festkonzert in der Neheimer St. Johannes Bapt. Kirche.

Dokumente:

Bereits am Samstagvormittag ehrte die Stadt Arnsberg durch ihren Bürgermeister das FSK wegen seiner Verdienste um die Unterstützung, Förderung und Verbreitung der Idee und des Wirkens von Franz Stock durch einen Empfang in der ehemaligen Neheimer Synagoge.


weitere Artikel:

 Presseberichte:

14.09.2014 Radiobericht für die Lokalradios in NRW von der Redaktion KiP NRW - auch zum anhören:

Radiobericht für die NRW Lokalradios, Himmel und Erde, 14.09.2014

22.09.2014 Westfalenpost, Arnsberg
Westfalenpost Arnsberg, 22.09.2014

25.09.2014 Bericht des Sauerland-Kurier

14.09.2014: Blickpunkt Arnsberg-Sundern - Franz-Stock-Komitee feiert 50-jähriges Bestehen

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