Corona bestimmte auch die Voraussetzungen für die jährliche Mitgliederversammlung des Franz-Stock-Komitees: Terminverschiebung auf den Dezember und nur eine geringe Zahl, die unter den herrschenden Bedingungen den Weg in die Michaelskirche fand.

Nach herzlicher Begrüßung und Gedenken an die 2020 verstorbenen Mitglieder stellte der Vorsitzende, Pfr. Stephan Jung, den Tätigkeitsbericht für das Jahr 2020 vor.

Tätigkeitsbericht 2020

Insgesamt war 2020 durch die Corona-Pandemie geprägt. In weiten Teilen konnten wir unser übliches "Kerngeschäft" Vorträge, Ausstellungen, Führungen in Neheim, Menschen ansprechen .... nicht ausführen. Somit eine für alle –aber auch für die Arbeit des Komitees- schwierige Zeit.

Die Durchführung des Franz-Stock-Gedenktages 2020 einschließlich der Mitgliederversammlung war gerade noch möglich. Beim jährlichen Empfang der französischen Botschaft in Berlin waren wir durch Margreth Dennemark vertreten. Thomas Bertram konnte noch einen Vortrag im Rahmen des Andechser Europatages der Paneuropa-Union halten und unsere Wanderausstellung ’Versöhnung durch Menschlichkeit‘ im Rathaus der Stadt Winterberg eröffnen. Bedingt durch die Schließung der Rathäuser war dann aber auch die Ausstellung bald nicht mehr zugänglich. Wir befanden uns alle im Lockdown und später in unterschiedlichen Öffnungsvarianten. Die Dauerausstellung, das Elternhaus und auch die Europäische Begegnungsstätte in Chartres waren über längere Zeiträume per Rechtsverordnung geschlossen oder nur eingeschränkt zu öffnen.

Was war u.a. möglich:

  • Mit Blick auf die Karwoche haben wir unter der Überschrift "mit Franz Stock den Kreuzweg gehen" auf unserer Homepage die Kreuzwegstationen aus dem Stacheldrahtseminar von Chartres mit Texten von Pfarrer i.R. Wilfried Göddeke veröffentlich. Dies hatte eine gute Nachfrage.
  • Am So., 27. September 2020 wurde die Sendung "Le Jour du Seigneur" (Sender France2) live aus der Kapelle des ehem. Stacheldrahtseminars von Chartres, der heutigen Europäischen Begegnungsstätte Franz Stock übertragen. Ursprünglich war die Sendung bereits für den 10. Mai geplant, wurde aber wegen Covid-19 verschoben. Die Sendung erinnerte an den 75. Jahrestag des Endes des 2. Weltkrieges und dem Beginn der Versöhnung. Hauptzelebrant war Pfr. Stephan Jung. Margreth Dennemark war Teil einer vorherigen Diskussionsrunde, die vor dem Gottesdienst übertragen wurde. Hier konnten wir viele Fernsehzuschauer in Frankreich erreichen – ähnlich der ZDF-Gottesdienstübertragungen vor einigen Jahren in Deutschland.
  • Schulintern und Unterrichtsbegleitend konnte unsere Wanderausstellung im St. Ursula-Gymnasium in Arnsberg-Neheim ausgestellt werden. In der übrigen Zeit war die Ausstellung in der St. Michaels-Kirche und somit frei zugänglich.
  • Nach einigen Jahren haben wir wieder eine Veranstaltung auf de Borberg organisiert. Hier hat Franz Stock 1931 ein internationales Friedenstreffen mit organisiert. Unter Coronabedingungen konnte 2020 eine Wanderung mit spirituellen Stationen, einem Gottesdienst und Abschluss an der Hiebammenhütte anbieten Die Teilnehmerzahl war unter Berücksichtigung der Coronapandemie erfreulich. Wir möchten dies zu einer jährlichen, festen Veranstaltung machen.
  • Weitere Veranstaltungen wurden vorbereitet, die dann aber ausgefallen sind oder verschoben wurden.
    Hier ist u.a. der „Ökumenische Kirchentag“ in Frankfurt zu nennen. Die Anmeldephasen für einen Stand in der Kirchenmeile, eine Ausstellung und einem Gottesdienst haben wir in 2020 teilweise erfolgreich durchlaufen. Aufgrund der sich abzeichnenden Rahmenbedingungen haben wir abgesagt bzw. gab es nur noch einen digitalen Kirchentag.
  • Ein Präsenztreffen der Vorstände von Les Amis de Franz Stock und Komitee konnte nicht stattfinden. Ebenso wurde der Deutsch-Französische Kongress der VDFG/FAFA um ein Jahr verschoben.

Ein sehr zeitaufwändiges Thema war die Übernahme der Trägerschaft des Elternhauses von Franz Stock und der geplante Ausbau. Hier mussten auch unsere Gremien digitale Sitzungen und Präsenzveranstaltungen unter den bekannten Sicherheitsregeln kennenlernen. Da dieses Thema zu Beginn des Lockdown „ins Rollen kam“ und eigentlich ein hohes Beratungs- und Gesprächsbedarf bestand, war dies kein einfachen Unterfangen. Nach Vorgesprächen und einer sich abzeichnenden Förderkulisse waren Gespräche zwischen Komitee, Kuratorium Elternhaus, dem Kirchenvorstand, dem Erzbistum Paderborn und des Zuschussgebern (Land NRW, NRW-Stiftung, Landeszentrale für politische Bildung, der Stadt Arnsberg) zu führen. Eine erste Entwurfsplanung musste nach ersten Abstimmungen in eine detaillierte Bauplanung und Kostenrechnung weiterentwickelt werden.

Nach dem Kassenbericht des Geschäftsführers, Frank Trompeter, wurde der Vorstand auf Vorschlag der Kassenprüfer entlastet. Für den turnusgemäß ausscheidenden Kassenprüfer Bernhard Sanders, wurde Herr Peter Gawenda gewählt.

Ausführlich berichtet Frank Trompeter über den Stand der Planungen zur Erweiterung Gedenkstätte ‚Elternhaus Stock‘ und der Übernahme der Trägerschaft durch das Komitee. Beides entwickelt sich so, dass mit Beginn der Umsetzung in absehbarer Zeit zu rechnen ist.

Vorstellung der weiteren Planungen im Jahre 2021/2022

  • Herr Dr. Stahlhoff berichtete über die Planungen für eine Ausstellung über Pfr. Paul Schneider, der unter dem NS-Regime Widerstand geleistet hat und von den Nazis im KZ Buchenwald ermordet worden ist. Die Ausstellung soll während der Fastenzeit 2022 in der Johanneskirche gezeigt werden.
  • Pfr. Jung berichtete, dass der Rotary Club Meschede-Warstein Herrn Bertram zu einem Vortrag über Franz Stock eingeladen habe und in diesem Zusammenhang dafür gesorgt habe, die FS-Wanderausstellung derzeit in Verbindung mit dem Gymnasium der Benediktiner im Abteiforum in Meschede bis zum 16.12.2021 zu sehen sei.
  • Das FSK wird auf den Katholikentag vertreten sein, der vom 26. – 29.5.2022 in Stuttgart stattfindet.
  • Frau Dennemark berichtete vom Kongress der FAFA / VDFG in St. Brieuc, an dem sie mit Madame Benoist teilgenommen hat.

Herr Helmut Schulte stellte den Antrag auf Gründung eines AK, der Ideen sammeln solle, um neue Mitglieder für das FSK zu gewinnen. Der Antrag wurde begrüßt und Herr Schulte erklärte sich bereit, eine Arbeitsgruppe zu leiten.

Nachdem Pfr. Jung zur nächsten Mitgliederversammlung am Sonntag, 20.2.2022, eingeladen hatte, dankte er den Anwesenden für ihr Kommen, wünschte eine gute Adventszeit, ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes Jahr 2022.

Dokumente zur Mitgliederversammlung -soweit bereits verfügbar-:


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